Dienstag, 24. Januar 2017

Kartoffel-Dinkelbrot mit Körnerkruste


Mein liebster Brot-Dauerbrenner ist und bleibt das Kartoffelbrot. In jeglichen Varianten habe ich es bereits gebacken. In meinem Rezepteordner könnt ihr euch einmal umschauen und die feinen Kartoffelbrotrezepte durchstöbern. Um noch einmal etwas Variation in das Brot zu bringen, habe ich mit Dinkelmehl gearbeitet und feinen Körnern, die ihr euch natürlich selbst aussuchen könnt. Ich liebe es einfach und mein Besuch auch, also backe ich es relativ oft! :)

Backt ihr euer Brot auch selbst, oder geht ihr zum Bäcker? Ich versuche derzeit immer meine Brote selbst zu backen, schaffe es aber nicht immer.

Also wundert euch nicht, wenn ich zukünftig öfters mal ein Brotrezept vorstelle, da es echt einfach so lecker ist eigenes Brot zu essen, als gekauftes Brot!

Ihr braucht:                                                                         

750g Kartoffeln (geschält )
4,5 Tl Salz
125g warmes Wasser
etwas Zucker
21g frische Hefe
5 El Olivenöl
360g Weizenmehl Typ 550
350g Dinkelmehl

Körner nach euren Wünschen:

Weißer Sesam
Schwarzer Sesam
Sonnenblumenkerne
Kürbiskerne


Kartoffeln schälen und mit 2 Tl Salz kochen. In der Zwischenzeit beide Mehle und 2,5 Tl Salz mischen. Wenn die Kartoffeln fertig sind, abschütten und mit einem Handmixer (Schneebesenaufsatz) zerkleinern. Die Masse sollte aussehen wie Püree. Wichtig ist, dass ihr die Kartoffelmasse abkühlen lasst, bis sie nur noch lauwarm ist, nicht zu heiß, sonst geht die Hefe kaputt und kann nicht mehr aufgehen.

Nun vermischt ihr das warme Wasser und bröselt die Hefe hinein, gebt das Öl dazu und rührt es kurz durch. Die Flüssigkeit mit einer Prise Zucker bestreuen und 5 Min stehen lassen. Jetzt gießt ihr das Hefewasser in die pürrierten Kartoffeln und gebt dann das Ganze in das Mehl und bearbeitet es mit dem Handmixer, oder direkt mit den Händen. (Aber nur bis das Mehl einigermaßen vermengt ist, dann bitte mit den Händen weiter kneten)

Der Teig ist anfangs etwas trocken, aber beim Kneten merkt ihr dass er immer toller wird! :) Bitte nichts mehr hinzufügen. ( Wasser oder Mehl) Der Teig wird nämlich richtig klasse.


























Der Teig wird zu einer Kugel gedreht. Den Schüsselboden bestreu ich immer ziemlich üppig mit Mehl und lege dann die Kugel Teig drauf und bestreue diese wieder mit Mehl. So bekomme ich ihn nach dem Gehen gut aus der Schüssel und kann das Mehl direkt nutzen um eben ein hübsches Brot zu formen. Jetzt stellt ihr den Teig zum Gehen an einem warmen Ort für 40 Minuten.  Bitte legt ein Tuch über die Schüssel.


























Den Teig in 2 Stücke teilen. Da meine Kastenform recht groß ist, verwende ich 3/4 des Teiges, um sie zu füllen. Ich verwende eine Kastenform 30cm. Dafür wende ich den Teig in meinen ausgesuchten Körnern. Den Laib drücke ich ganz doll in die Körner und lege ihn dann als dicke, gleichmäßige Wurst in die Form und mache mit einem glatten Messer einen Schlitz in den Brotrücken. Den restlichen Teig verarbeite genauso, nur dass ich ihn nicht in eine Form lege, sondern auf ein Blech. 

Die beiden Brotlaibe gehen nun wieder 30 Min auf einem Backblech mit Backpapier. -bitte bedeckt die Brote wieder mit einem Tuch. Nun stellt ihr den Ofen auf 190 Grad Umluft ein und gebt die Brote ca. 10 Min nach dem Anstellen hinein. (ich heize den Ofen immer erst 10 bis 15 Min vorher vor)

Die Brote dauern ca. 35 Min. Bitte beobachtet sie aber in euerm Ofen. Jeder backt schließlich anders. Ich habe mir angewöhnt bei allem was ich backe, immer nach 20 Min in den Ofen zu schauen. Das Brot sollte golden sein und beim Draufklopfen hohl klingen, dann ist es fertig. Bitte legt die Brote direkt nach dem Backen auf ein Kuchenrost, dann können sie besser gleichmäßig abkühlen.

Das Brot schmeckt übrigens besonders gut, wenn ihr die Scheiben im Toaster golden toastet. Oh man... so so so lecker! Es hält sich sehr lange frisch. Bei uns ist es allerdings schnell gegessen! :)

Wenn ihr Fragen habt, helfe ich euch gerne!


Montag, 16. Januar 2017

Paprika gefüllt mit Hirse und Gemüse


Endlich, endlich startet mein Jahr 2017 und endlich gibts meinen ersten Blogpost für dieses Jahr!

Das Jahr 2016 endete mit einer heftigen Grippe und ging bis ins neue Jahr. So hatte ich weder was von Weihnachten, noch von meinem Geburtstag oder Sylvester. Das hat mich schon etwas traurig gemacht. Naja, das ist eben auch der Grund, warum ihr in der letzten Zeit nichts von mir gehört habt. Dafür bin ich jetzt wieder gesund zurück und freue mich euch mein neues Rezept zu präsentieren. 

Vor ca. 2 Jahren habe ich 16 kg abgenommen und mein Gewicht bisher ganz gut gehalten. Naja.. bis vor ein paar Wochen. Ca. 4kg habe ich wieder zugenommen und das möchte ich einfach nicht. Es lag daran, dass ich einfach nicht genug auf meine Ernährung geachtet habe. Ich brauche kein neues Jahr um mir gute Vorsätze zu machen, aber es ist dennoch an der Zeit, wieder mehr auf das was ich esse, zu achten. Wer mich kennt, weiß dass ich total auf Hackfleisch abfahre. In jeglichen Konstellationen. Burger zählen jedenfalls mit zu meiner liebsten Gerichte, auf die ich schlecht verzichten kann. Verzichten tu ich übrigens auf nichts, ich möchte einfach nur etwas bewusster essen. 

Neulich hatte ich total Lust auf gefüllte Paprika. Ganz klassisch mit Hackfleisch. Mein Freund ist aber Vegetarier und somit überlegte ich mir eine Alternative. Ich habe die Füllung mal aus Couscous mit Gemüse gemacht, das fand ich sehr lecker. Jetzt wollte ich aber was Neues ausprobieren und knöpfte mir die Hirse vor, die noch in meinem Schrank lag. Hirse mag ich sehr gerne, auch als Salat. Außerdem ist Hirse mega gesund. 

-Passend zu meinem Vorsatz-

Also legte ich los. Ich möchte vorab sagen, dass dieses Rezept sehr kalorienarm ist und sehr empfehlenswert. Es ist total lecker und lässt sich auch super vorbereiten oder einfrieren. Egal ob ihr auf eure Ernährung achtet oder nicht, hoffe ich euch nicht zu enttäuschen und davon zu überzeugen es mal nachzumachen. Die Angaben die ich mache, sind individuell abänderbar. So könnt ihr die Farben der Paprikaschoten ändern, die Gewürze oder auch die Menge.

Ich habe 8 mittelgroße Paprikaschoten mit der Hirsemasse gefüllt. 

Ihr braucht:

Für die Paprikaschoten + Füllung:
Olivenöl
8 Paprikaschoten
300g Hirse (roh) **z.B. von Seeberger
Knoblauch (ich habe 5 Zehen genommen)
1 Zucchini (ca. 210g)
2 Möhren (ca. 280g)
1 Zwiebel (ca. 100g)
1 Chilischote (nach Geschmack)
Petersilie
Basilikum
75g Fetakäse
1 Kugel Mozarella

Für die spartanische Tomatensauce: (haha..)
400ml Gemüsebrühe (falls ihr keine habt, geht auch Wasser)
2 Dosen geschälte Tomaten
100g Tomatenmark
150g Ajvar
Gewürze


Die Hirse nach Packungsanleitung kochen. Bei mir stand, dass ich auf 200g Hirse, 500ml Wasser nehmen soll, bei 300g also 750ml. Das hat nicht gereicht. Ich habe während des Kochens immer etwas mehr dazu geben müssen. Also schaut bitte immer genau, wenn ihr etwas zubereitet, damit es nicht anbrennt. Ich habe die Hirse erst als sie fertig war mit Salz, Pfeffer und etwas Paprikapulver gewürzt. Danach habe ich sie auf Seite gestellt. 

Das Gemüse waschen. Die Schale von Paprika vertrage ich nicht gut, so habe ich mir einen Universalschäler zugelegt, auf den ich nicht mehr verzichten möchte. So ganz perfekt kommt man gerade bei Paprika nicht an die Ecken, aber den größten Teil der Schale, bekommt man damit ganz wunderbar ab. Für die Möhren verwende ich einen üblichen Sparschäler.

Zurück zur geschälten Paprika: ihr müsst sie natürlich nicht schälen. Nun schneidet ihr den Deckel ab, löst das Kerngehäuse und oben im Deckel den Strunk. Die Möhren, Zucchini, Chilischote und Zwiebeln schneidet ihr in kleine Würfel, hackt den geschälten Knoblauch und zerkleinert den Mozarella und den Fetakäse. Die Petersilie habe ich nur grob gehackt und den Basilikum auch nur grob geschnitten.

Jetzt bratet ihr zuerst die Möhrenwürfel in Olivenöl, weil sie am längsten brauchen um gar zu werden, danach gebt ihr die Zucchini, Zwiebeln, Knoblauch, Basilikum, Chili und Knoblauch dazu. Jetzt würzt ihr mit den Gewürzen die ihr gerne mögt. Ich bin diesmal mit dem Würzen sehr schlicht geblieben und habe auschließlich mit Pfeffer, Salz, Paprikapulver und etwas Cumin und Kurkuma genommen. Ihr könnt dies selbstverständlich variieren.


Ofen vorheizen auf 180 Grad Umluft

Wenn das Gemüse glasig gedünstet ist, gebt ihr es unter die Hirse. Den Fetakäse und den Mozarella hebt ihr auch drunter. Dann schmeckt ihr die Masse noch einmal ab und füllt sie in die Paprikaschoten. Ich drück die Masse immer gut rein und forme einen kleinen Hügel oben drauf, sodass ich den Deckel der Schote darauf platzieren kann. Ihn drücke ich etwas rein, dass er gut hält. Die gefüllten Schoten stelle ich dann in eine Auflaufform eng nebeneinander, sodass sie nicht umfallen können.

Jetzt kommt die wohl spartanischste Tomatensauce von der ihr je gelesen habt, aber ich mache sie wirklich bei gefüllten Paprikaschoten immer so. Grundsätzlich koche ich Tomatensauce ganz anders, aber diese hier, muss so sein! Zumindest für meinen Freund und mich.

Ihr gebt die beiden Dosen geschälte Tomaten in eine Schüssel, mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer, etwas Olivenöl, Ajvar und einer Prise Zucker. Ich fülle immer etwas Wasser in die leeren Dosen, damit ich die Tomaten vollständig aus den Dosen geleert habe, bzw gebe Gemüsebrühe dazu. Ich püriere alles mit einem Stabmixer. So kommt ihr auf ca. 1,3 Liter Sauce. Die Sauce ist nicht ganz so dick, sondern eher etwas dünner. Die Paprikaschoten garen darin, deshalb gießt ihr sie mit in die Auflaufform. Die Schoten sollten mindestens bis zur Hälfte darin stehen.

Ich stelle den Ofen nicht ganz so hoch ein und gare die Schoten langsam. Dadurch dass die Sauce kalt ist, dauert der Prozess, bis das Garen anfängt, schon etwas länger. Ich lasse sie ca. 1 Stunde auf 180 Grad Umluft und stelle dann den Ofen für ca. 20 Minuten auf ca. 190 bis 200 Grad. Die Sauce blubbert am Ende richtig schön und ihr merkt dass die Paprikaschoten etwas weicher sind, aber nicht zu weich, dann sind sie genau richtig und fertig! :)

Wenn ihr es gerne noch deftiger mögt, könnt ihr das Ganze auch mit geriebenen Käse überbacken oder die Füllung mit Fleisch machen. Ihr könnt auch anderes Gemüse nehmen, statt Möhren und Zucchini. Ich mag diese Zusammenstellung einfach total gerne und freue mich, dass ich euch einer meiner liebsten vegetarischen Rezepte zeigen konnte.

Ich hoffe dass es euch gefällt! :)

Wenn ihr Fragen habt, helfe ich euch gerne!


 **Dieser Post ist freiwillig und unentgeltlich entstanden, mit freundlicher Produktunterstützung von Seeberger.