Dienstag, 17. Mai 2016

Erdbeertorte mit Tonkacreme


Herr F. hatte Geburtstag. Wie jedes Jahr, wünschte er sich einen schlichteren Kuchen, da er am liebsten die einfachen Dinge mag. In der Regel gibt es dann Apfelkuchen, Streuselkuchen oder Käsekuchen. Dieses Jahr sagte er mir, dass er sich einen ganz simplen Erdbeerkuchen wünscht, - am liebsten mit Mürbeteig. 

Naja.. ich dachte nur, hm.. ist was trocken, oder? ICH: "Soll ich nicht lieber einen Rührteig machen und da dann Pudding und Erdbeeren drauf machen?" ER: "Nein, ich möchte auf jeden Fall einen Mürbeteig als Boden haben und wenn dann nur wenig Pudding.." ICH: "Soll ich vielleicht den Boden mit Nougatcreme bestreichen?" ER: "Nein, ich möchte wirklich nur einen einfachen Erdbeerkuchen!"

                                            -ALLES KLAR, let´s go!-

Ok, ich überlegte, wie ich den Kuchen am besten zubereiten könnte. Ich verwende unheimlich gerne meine 22er Springform, weil sie von der Größe her ein Mittelding groß und klein ist. Dieses Rezept würde aber auch in einer größeren Form funktionieren. Ihr braucht nur ein paar mehr Erdbeeren, aber keinen Guss, Teig oder keine Creme mehr!!!


Tipp:
Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Trick und Tipp, den ich euch mitgeben kann. Ich habe nämlich einige Dinge, die ich vielleicht etwas anders mache als "normal". 

Mürbeteig:
1 Prise Salz
80g Zucker
75g Butter
1 Ei
175g Mehl
etwas Abrieb einer Tonkabohne (geht auch mit Vanille)

So funktionierts:
Den Mürbeteig habe ich 2 Tage vorher zubereitet und in den Kühlschrank gelegt. Mürbeteig hält sich ja grundsätzlich gut darin, aber ich mache es eigentlich immer so, dass ich ihn mind. ein paar Stunden vor Verwendung zubereite, weil ich das Gefühl habe, dass er sich besser verarbeiten lässt und besser schmeckt. Ihr nehmt alle Zutaten und verknetet sie mit den Händen zu einen geschmeidigen Teig. Dann packt ihr ihn in Frischhaltefolie und ab damit in den Kühlschrank.

Einen Tag vor dem Verzehr des Kuchens, backe ich den Teig immer ab. Dafür lege ich grundsätzlich die Form mit Backpapier aus. Aus dem Grund weil ich sicher sein möchte, dass ich ihn im Nachhinein auch wieder heraus bekomme. Hier für rolle ich eine große Fläche aus und lege sie auf den Boden der Form, rolle dann mehrere "Würste" und lege sie als Rand aneinander und presse sie dann an den Rand der Springform nach oben. Ihr könnt den Rand auch ganz weg lassen, ich mag es lieber, da die Creme auch so einen sichereren Halt hat. Ihr müsst den Teig nicht blind backen, da der Rand nur ca 1,5cm hoch sein muss. Also alles halb so wild. Jetzt aufgepasst: ich stelle die fertig vorbereitete Springform mit dem ausgelegten Teig ca. 15 Min in den Tiefkühler. Währenddessen stelle ich den Ofen auf 170 C° Umluft an. Nach 15 Min ist der Teig schön fest und sollte dann mit mehreren Gabelstichen versehen werden, so dass er gut Luft bekommt und nicht aufreißt oder hoch kommt und zerbricht. Nach ca. 15 Min ist der fertig. Bitte kontrolliert aber regelmäßig euren Ofen. Sobald der Teig goldig ist, ist er fertig. Der Teig kann jetzt einfach bis zum nächsten Tag so stehen bleiben. Bitte Ring und Backpapier drinnen lassen!!!

Tonkacreme:
1 Pck. Vanillepuddingpulver für 500ml Pudding
360ml Milch
Zucker
1/2 Tonkabohne (geht auch mit einer halben Schote Vanille)
90g Frischkäse

Nun bereitet ihr die Tonkacreme vor. (Einen Tag vor Verzehr des Kuchens). Ihr kocht nach Packungsanweisung den Pudding, nur dass ihr statt 500ml nur 400ml Milch nehmt. Ihr könnt selbst entscheiden, wie viel Zucker ihr rein gebt. Ich mache ihn immer recht süß, weil ich finde dass es einfach so sein sollte!! :) Den Pudding verfeinert ihr mit dem Abrieb einer halben Tonkabohne und deckt den Pudding mit Folie, direkt auf die Masse ab. So entsteht keine Haut! Sobald er abgekühlt ist, stellt ihr ihn kalt.

Am Tag des Verzehrs, rührt ihr den Pudding mit einem Handmixer glatt und gebt den Frischkäse dazu. Vorher rührt ihr den Frischkäse auch ein wenig glatt, sonst habt ihr kleine Klümpchen.

Wichtig: bitte rührt den Frischkäse nicht zu lange unter die Creme, sonst wird sie nicht mehr fest. Ich habe jetzt da noch Zucker zu gegeben. Ihr könnt natürlich selbst entscheiden, wie viel ihr dazu gebt. 
Die Creme verteilt ihr nun auf dem Tortenboden. Bitte lasst die Springform zu und auch das Backpapier noch drin. 

Für den Belag:
ca. 700g Erdbeeren (schön rot und reif)
2 Tütchen roten Tortenguss
ca. 450 ml Apfelsaft
Zucker

Die Erdbeeren werden nun gewaschen und halbiert. Ich fange immer in der Mitte des Kuchens an und belege dann immer weiter im Kreis nach außen, bis die Form gut ausgefüllt ist.

Nun rühre ich den roten Tortenguss in  weniger Apfelsaft/Flüssigkeit, als auf dem Tütchen steht. In meinem Fall hätte ich auf 2 Tütchen 500ml nehmen sollen. Ich nehme weniger Flüssigkeit, damit der Guss minimal fester wird und die Erdbeeren gut zusammen hält. Zucker gebe ich je nach Süße der Erdbeeren dazu. Sind sie süß, weniger, sind sie säuerlicher, mehr! Nun fange ich bereite ich den Tortenguss zu, wie auf der Packung steht, nur eben mit den Zutaten wie oben beschrieben. Dann nehme ich Esslöffel für Esslöffel und gebe ihn von der Mitte aus angefangen über die Erdbeeren. Die Springform ist noch immer nicht vom Rand befreit, auch das Backpapier sollte noch drin bleiben. Wenn ihr den Tortenguss gut verteilt habt, kann es durchaus sein, dass ihr je  nach Größe der Form etwas übrig habt. Ich hatte bei meiner 22er Form etwas Guss übrig. Ist aber nicht so schlimm. Jetzt bleibt die Erdbeertorte so lange in der Form, bis der Guss komplett abgekühlt ist und danach für mind. 60 Min im Kühlschrank war.

Ihr könnt jetzt bedenkenlos den Rand der Form lösen, das Backpapier drumherum und den Boden der Form mit dem Backpapier abnehmen. Im besten Fall, könnt ihr jetzt einen tollen Rand an der Torte sehen, der unten den Mürbeteig zeigt, mittig die Creme und oben die roten Erdbeeren.

Ich bin froh dass ich nicht doch noch einen aufwendigen Rand aus Schokolade oder sonstiges hergestellt habe.

                              - Meistens sind die einfachen Dinge die leckersten! -

Der Kuchen sollte kalt stehen. Er hält sich je nach Zustand der Erdbeeren ca. 2 bis 3 Tage. Bei uns war er direkt komplett weg.

Ich hoffe dass ich euch vielleicht den ein oder anderen Kniff zeigen konnte. Wenn ihr Fragen habt, bin ich für euch da!


Kommentare:

Anja aus NRW hat gesagt…

Uiuiui....ich werde mir eines der nächsten Wochenenden aussuchen und nachbacken...freu mich schon aufs Ergebnis.Vielen lieben Dank fürs Rezept lg Anja (Maximum Cakes)

habe-ich-selbstgemacht hat gesagt…

Ein kleines Erdbeer-Träumchen und mit der Tonkabohne dazu finde ich das Rezept richtig klasse:-)
Viele Grüße, Julia

Zauberhaftes Küchenvergnügen hat gesagt…

Liebe Anja,
ich freu mich wenn du den Kuchen nachbackst.
Viele liebe Grüße,
Froilein Pink

Zauberhaftes Küchenvergnügen hat gesagt…

Liebe Julia,

vielen Dank für das Kompliment!

Ganz liebe Grüße,
Froilein Pink

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